Ich weiß, ich weiß... es ist alles ziemlich eingeschlafen hier, aber da ich die meiste Zeit des Tages eh am Rechner verbringe und an meiner Diplomarbeit werkel oder Stellenanzeigen lese, konnte ich mich nicht mehr aufraffen, hier - in meinem virtuellen Wohnzimmer - noch kreativ zu werden.
Hiermit verspreche ich, dass das nächstes Jahr auf jeden Fall anders wird. ;-)
Was ist bloß aus den Studenten und ihrer Solidarität geworden? Vor einer Woche habe ich endlich den emprischen Teil meiner Diplomarbeit in Form eines Experiments und eines Fragebogens in alle Winde zerstreut, um so schnell wie möglich viele Antworten zu bekommen. Einen Teil habe ich an mir bekannte Leute geschickt. Von 25 kamen 9 ausgefüllte Pakete zurück. Macht immerhin eine Response-Rate von 36%. Da würde sich jeder Marketing-Fuzzi die Finger nach lecken. Danke schonmal.
Mein anderes Standbein war die Datenbank des Marketingdepartments, die angeblich 700 freiwillige Studenten umfasst, die gerne den ein oder anderen Research ausfüllen, damit sie auch umgekehrt für ihren eigenen genügend Antworten bekommen. Also basiert das auf dem Prinzip geben und nehmen. Was da zurückkam, ist ja nahezu erschreckend. 14 Stück. Das macht eine Response-Rate von 2%! Ich muss ja zugeben... ich bin auch Mitglied dieser Datenbank und es tut mir wirklich leid, wenn ich den ein oder anderen Research nicht ausgefüllt habe. Aber in der Regel habe ich eigentlich immer mitgemacht.
Was bleibt einem als Fazit übrig? Sind alle nur Freerider oder hatten sie keine Zeit? Geht heute alles nur noch mit Vitamin B? Muss man die Leute, die man kennt, knechten, zwingen und wenn alles nichts hilft, sich vor deren Augen heulend auf dem Boden wälzen? Ich weiss es nicht.
Aber falls jemand, der das hier liest und womöglich noch etwas Wirtschaftliches gelernt oder studiert hat, Lust verspürt, mich zu unterstützen, ist hier der Link. ¤
August 12, 2004
~Brave New World~
Die Frage nach "Wer war zuerst da? Das Huhn oder das Ei?" ist nachwievor auch im digitalen Zeitalter brisant. Aber was die Menschheit heute beschäftigt, lädt wohl kaum zu philosophischen Ausschweifungen ein, sondern ist eher ein Zeichen von geistiger Verblödung und kulturellem Verfall. "Was war zuerst da? Der Song oder der Klingelton?"-- Ohne Worte. ¤
August 2, 2004
~Ruhe~
Back in Maastricht. Und was erwartet mich? Himmlische Ruhe... kaum sind mehr oder weniger alle Studenten in den Ferien herrscht in dieser Stadt ein Zustand von Ruhe. Die Uni ist komplett ausgestorben und nur in der neuen Mensa wird gewerkelt und aus dem ein oder anderen Büro hört man die Tasten von PCs klackern. Und in der Bibliothek gähnende Leere.
Das Haus habe ich mehr oder weniger für mich allein. Gestern traf ich nur eine von meinen anderen fünf Mitbewohnerinnen, die mir berichtete, dass wohl alle ausgeflogen seien, da sie seit längerer Zeit nicht mehr gesichtet wurden. Dazu hat sich die Chance mindestens verdreifacht, einen Parkplatz vor meinem Haus zu finden. Mein Auto ist das einzige mit deutschem Kennzeichen weit und breit. Aber die Zeiten werden sich eh ändern, denn ab nächsten oder übernächsten Monat wird hier Anwohnerparken bzw. ein Parkautomat eingeführt. Pech, für die zig deutschen Studenten, die meinen hier einen Uniparkplatz für lau einrichten zu müssen. Aber diese Parkerei hat hier solche Dimensionen angenommen, dass es mir echt stinkt. Es gab eben Tage, wo man nicht mal 5 Straßen weiter einen Parkplatz gefunden hat. Der Fehler liegt klar bei der Stadt, die fast komplett alle kostenlosen Parkplätze in Maastricht liquidiert hat, aber trotzdem bin ich da ein wenig egoistisch. Schließlich wohne ich hier und deshalb denke ich, dass ich eher Recht habe, hier mein Auto zu parken als diejenigen, die unbedingt mit dem Auto zur Uni und in die Bibliothek fahren müssen. Dabei fällt mir ein, dass ich dann auch mal einen Gang zur Gemeinde tätigen sollte, um mir einen dieser schicken Parkkärtchen zu sichern, denn schließlich ist man ja Anwohner! ;-)
Alles in allem also beste Voraussetzungen zum Arbeiten. Da muss man halt das schöne Wetter momentan ignorieren und erst ab fünf Uhr nachmittags wahrnehmen - dann wenn die Bibliothek schließt. Muss man halt durch, wenn man so schnell wie möglich dieses Kapitel in seinem Leben abschließen will! ¤
July 15, 2004
~Gewonnen~
Also, manchmal kommt man sich schon ein wenig verkackeiert vor. So wie gestern. Da brachte mir doch glatt ein netter junger Mann - seines Zeichens Angestellter der Deutschen Post AG - ein Päckchen vorbei. Hmmm, der Absender war L'Oreal... dabei hatte ich nichts bestellt... oder war das ein Willkommenspaket für neue potentielle Mitarbeiter? ;-) Nee nee, als ich das Päckchen öffnete, flatterte mir ein Brief entgegen, von wegen ich hätte bei einem Gewinnspiel gewonnen. Bei Brigitte. Nur zur Info für die Ungläubigen, die mir unterstellen, dass ich dieses Blättchen lesen würde... dabei mach ich nur bei den Gewinnspielen mit. Hah. Jedenfalls, als ich mich bis zum Inhalt des Päckchens vorgekämpft habe, kam ich mir schon ein bisschen verarscht vor. Ich hatte doch tatsächlich ein Sonnenset von Garnier gewonnen, inklusive Sonnenspray, Sonnengel, Apres-Sun und Selbstbräunungstuch. Hab ich da was nicht mitgekriegt? Scheint etwa draussen die Sonne oder fahr ich etwa in Urlaub? Oh Mann, dahin der Gewinn und dabei war es doch das erste Mal, das ich mal etwas gewonnen habe. Vielleicht schreib' ich mal einen Brief an die Spender, ob ich die Sonnencreme nicht gegen einen ganzen Satz Selbstbräunungstücher eintauschen kann... ;-) ¤
July 12, 2004
~Kalt~
Wann wird's mal wieder richtig Sommer, ein Sommer wie er früher einmal war? Ja, mit Sonnenschein von Juni bis September und nicht so nass und so sibirisch wie in diesem Jahr.... :-(
Hmpf. Gibt's wenigstens keine Ausreden, warum die Thesis nicht wächst und gedeiht. Und ich hab' noch meine Eltern ausgelacht, dass sie sich freiwillig fast vier Wochen Norwegen antun. Doppel-Hmpf. ¤
June 10, 2004
~Neustart~
Neues Spiel, neues Glück im Juni... mit neuem Thema und neuem Supervisor an den Start und es wird bestimmt. Ärgerlich ist natürlich nur, dass ich schon soviel Zeit und Arbeit in das erste Thema gesteckt habe, welches leider dann nicht wirklich gewünscht war. Zumindest ist mein neues Proposal abgesegnet und ich kann mich ans Werk machen. Leichter gesagt als getan, denn ich finde einfach nicht den Anfang. Dabei schreibe ich doch über Kreativität... sollte mir das jetzt Sorgen machen?!? ;-)
Diese Woche fängt die Fußball-EM an und man darf gespannt sein. Besonders dann, wenn die Busenfreunde Holland und Deutschland gegeneinander spielen. Das wird ein Spaß, aber irgendwie haben wir noch nicht geklärt, ob wir uns in eine Kneipe trauen. Für alle Frauen, die sich dumme Kommentare von den männlichen Anwesenden bezüglich weiblicher, unqualifizierter Beiträge ersparen wollen, machen sich lieber mit dem Ersatzbank-Knigge schlau.
Für laue Sommernächte auch zu empfehlen: Erdbeer-Tiramisu und Keane¤